Bewegung im Alltag. Sitzen wir uns krank?

 7,5 Stunden am Tag verbringt ein Erwachsener im Schnitt im Sitzen – deutlich zu viel. Wie Sie ganz leicht Bewegung in den Alltag integrieren können, möchte ich Ihnen mit diesem Eintrag näher bringen.

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Sie sich im Alltag viel zu wenig bewegen, weil Ihre Zeit es nicht zulässt? Sind Sie teilweise so vertieft in Ihre Arbeit, dass Sie stundenlang in derselben Position verharren? Keine Angst, da sind Sie nicht allein.

Der moderne Mensch sitzt zu viel, da sind sich die Experten einig. Durchschnittlich 9,6 Stunden verbringt der durchschnittliche Arbeitnehmer im Sitzen und wenn er mal geht, dann kaum mehr als 800 Meter täglich. 42% der Erwerbstätigen bewegen sich dabei täglich weniger als eine halbe Stunde. Das ist eindeutig zu wenig.

Ein erschreckendes Ergebnis, finden Sie nicht auch?

Lässt uns der hektische Büroalltag doch schnell vergessen, wie wichtig ausreichend Bewegung ist. Während unsere Vorfahren teilweise den ganzen Tag körperliche Arbeit verrichteten, tendieren wir heutzutage zu einseitigem Dauersitzen oder Stehen, Zwangshaltungen am Arbeitsplatz, Bewegungsmangel, einseitigen Verrichtungen usw. Alles Ausgangspunkte die für die Entstehung von rückenschädigenden Verhaltensweisen genannt werden können.

6 Stunden am Tag sollten Sie maximal sitzen – das empfehlen die Ärzte. Erfahrungsgemäß sind aber selbst 6 Stunden schon zu viel Sitzzeit, die Sie unbedingt mit regelmäßigen Bewegungspausen unterbrechen sollten.

„Wir sind auf Bewegung ausgerichtet, nur dann funktioniert unser Körper optimal. (…) Wenn man ihn aber runterfährt, am Schreibtisch sitzt und inaktiv ist, führt das zu chronischen Erkrankungen im Alter.“ (Professor Martin Halle, Zentrum für Prävention und Sportmedizin der Technischen Universität München)

Dazu gehören vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ständige Rücken- und Nackenverspannungen, verminderte Produktivität, Gewichtszunahme oder sogar Depressionen.

Bewegungstipps – so klappt es auch bei Zeitmangel

Wer zu wenig Zeit für Sport hat, dem rät die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) dazu, das Training in den Alltag zu integrieren. Zum Beispiel kann man Fahrstühle und Rolltreppen links liegen lassen und stattdessen die Stufen wählen. Oder man steigt ein oder zwei U-Bahnstationen vor dem Ziel aus und geht den restlichen Weg zu Fuß. Parke dein Auto einen kurzen Spaziergang entfernt vom Arbeitsort oder nutze das Fahrrad.

Im Büro sollten Sie höchstens 60% Ihrer Arbeitszeit sitzend verbringen. Wie Sie dieses Ziel erreichen können, ohne viel Zeit zu verlieren, möchte ich Ihnen anhand hilfreicher Tipps zeigen. Mit diesen Tipps können Sie ab sofort mehr Bewegung in Ihren Arbeitsalltag integrieren.

WICHTIG: Bereits kleine Veränderungen haben großen Einfluss auf Ihre Gesundheit!! Vielleicht starten Sie erst einmal mit drei bis vier Veränderungen.

• Wechseln Sie häufiger Sitz- und Stehpositionen
• Legen Sie regelmäßige Bewegungspausen ein
• Richten Sie den Arbeitsplatz dynamischer ein. D.h. Gestalten Sie den Arbeitsplatz so, dass Sie sich während der Arbeit häufig bewegen müssen (z.B. stellen Sie den Drucker auf den Flur)
• Telefonieren Sie im Stehen oder Umhergehen
• Arbeiten Sie an Ideen oder Entwürfen im Stehen oder Umhergehen
• Halten Sie Meetings im Stehen oder Gehen
• Machen Sie Übungen, die gegen Verspannungen helfen
. Machen Sie eine „aktive Mini-Pause“ (Strecken, Drehen, Bein anheben, Dehnen etc.)
• Parken Sie das Auto weiter weg oder steigen Sie eine Station früher aus
• Bleiben Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln stehen
• Fahren Sie bei schönem Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit
• Benutzen Sie die Treppe statt den Aufzug
• Motivieren Sie die Kollegen zu gemeinsamen Bewegungsabläufen
• Benutzen Sie Desktop-Reminder für mehr Bewegung
• Machen Sie nach jeder Mittagspause einen kleinen Verdauungs-Spaziergang

Nehmen Sie bei allen Aktivitäten ausreichend Flüssigkeit zu sich
Vielleicht finden Sie auch hier noch weitere Anregungen:
https://www.barmer-gek.de/…/gesundheits…/firmen/fit-im-buero

„Der Mensch bearbeitet seinen Körper zeitlebens wie ein Bildhauer, nur verwendet er Bewegung und Bewusstsein statt Hammer und Meißel.“ (Cristian Larsen)

Ich würde mich freuen, wenn Sie ab heute jeden Tag einige Ideen anwenden, um Ihr  Leben bewegter und dynamischer zu gestalten.

 

Nun würde ich gern noch drei Dinge von Ihnen wissen:

1. Wie viel bewegen Sie sich täglich?
2. Was könnten Sie realistischer Weise ab heute verändern?
3. Haben Sie weitere Ideen für einen Bewegten Büroalltag?

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